Sechs Wochen Startup-Luft schnuppern: „Parttime Startup“ erfolgreich pilotiert

Raus aus der gewohnten Arbeitsumgebung im Konzern und rein ins Startup-Abenteuer: Im Rahmen unseres „Parttime Startup“-Programms haben die beiden innogy-Beschäftigten Jessica Turner und Christoph Birke sechs Wochen “ausprobiert“, wie es sich in Start-ups lebt und arbeitet. Die Idee dahinter: neue Denkweisen und agile Arbeitsweisen kennenlernen, eigene Ideen verwirklichen, Kontakte knüpfen und sich persönlich weiterentwickeln – ganz im Sinne unserer Aufgabe, unterschiedliche Arbeitswelten und –kulturen zu vernetzen.

„Lass uns mal machen…“

Jessica Turner hatte ihren Einsatz bei IMBAA, einer Essener Werbeagentur, die sich durch ein starkes „Startup-Mindset“ auszeichnet – fokussiert auf Innovation und Agilität. Jessicas Erfahrung: „Da ich bei energis im Marketing arbeite, konnte ich bei IMBAA in die Projekte einsteigen, mitarbeiten und mein Wissen mit einbringen. Ich habe mich direkt als Teil des Teams gefühlt! Besonders interessant war der Perspektivenwechsel: nicht als Kunde die Agentur koordinieren, sondern für den Kunden als Agenturmitarbeiter zu arbeiten. Da die Werbeagentur IMBAA im Online-Marketing wirklich stark ist, konnte ich in diesem Bereich eine Menge dazu lernen, das ich vermutlich nicht so einfach und schnell in klassischen Seminaren hätte lernen können.“ Besonders hebt sie die ausgeprägte Macher-Philosophie von IMBAA hervor, die sich schlicht in einem „Lass uns mal machen…“ ausdrückt sowie die fehlenden, starren Hierarchien.

Kein Silodenken

Christoph hat sechs Wochen bei neomatt, einem Essener Start-up, welches plattformübergreifend Apps für die Inhouse-Ortung und zum interaktiven Lernen entwickelt, gearbeitet. Beide Entwicklungen sollen in einer Spiele-App mit Schnitzeljagd-Charakter zusammengeführt werden. Hierfür hat Christoph unter anderem ein Vermarktungskonzept entwickelt. „Für mich als Produktmanager war es eine interessante Erfahrung, mich intensiver mit der Vermarktungsaspekten zu beschäftigen. Hierauf sollten wir bei Konzern-internen Produktentwicklungen künftig noch mehr Wert legen!“

Das Fehlen einer umfassenden Regelkommunikation ist Christoph als wesentlicher Unterschied zur innogy aufgefallen. „Wenn das ganze Unternehmen in zwei Büros mit offener Durchgangstür passt, ist eine strukturierte Regelkommunikation schlicht überflüssig. Das schafft viel Zeit zum effizienten Arbeiten!“ Mit der bei neomatt eingesetzten Scrum-Methode war Christoph bereits vertraut. Die bei neomatt genutzten Freiheiten bei der Anwendung von Scrum lassen sich aus seiner Sicht aber bei einer so komplexen Prozess- und Systemlandschaft wie bei innogy nicht umsetzen – selbst bei neomatt haben die zusätzlichen Freiheitsgrade schon zum einen oder anderen Problem geführt.

Gut gefallen hat Christoph auch das fast familiäre, sehr konstruktive Arbeitsklima ohne jegliches Silodenken. „Das war eine tolle Erfahrung, und auch wenn sich das bei innogy nicht 1:1 umsetzen lässt, so können wir uns sicher noch ein Stück in diese Richtung bewegen.“

Eine Win-win-Situation

Doch nicht nur für Jessica und Christoph persönlich waren die sechs Wochen Start-up eine positive Erfahrung. Auch die Gastgeberunternehmen selbst konnten profitieren: Leute von außerhalb bringen frische Blickwinkel sowie besonderes Fachwissen mit und schaffen Kontakte. Das gilt natürlich genauso für innogy: Die Kolleginnen und Kollegen kehren mit veränderten Denkweisen zurück, haben andere Arbeitsmethoden kennen gelernt und sich ein Netzwerk nach außen erarbeitet.

Diese Vorteile haben auch Wieland Utsch (Leiter der B2C-Produktentwicklung bei innogy) überzeugt, seinen Mitarbeiter Christoph Birke für das Programm freizustellen. „Meine Motivation das Thema Part Time Startup auszuprobieren war, neue Ansätze, Arbeits- und Denkweisen kennenzulernen, die der entsandte Kollege dann später als Multiplikator wieder in unser Team hineinträgt. Ich denke, hier können wir viel Neues lernen, Sinnvolles für uns als Team adaptieren und eingeschleifte Vorgehensweisen neu hinterfragen.“

Eine Win-win-Situation also für alle, die wir als Pilotmaßnahme in Kooperation mit dem People Development von innogy erprobt haben und nun gerne auch für andere Konzerne oder miottelständische Unternehmen realisieren.

Weitere Infos unter: info@camp-essen.de

Foto: Von links nach rechts: Jessica Turner (energis), Felix Jäger (IMBAA), Nils Ehle (Camp.Essen / e.on), Dr. Christoph Birke (innogy), Thomas Weßling (neomatt), Sabine Hellwig (Camp.Essen / innogy)

2017-10-11T23:02:57+00:00