Um es vorweg zu nehmen: Neue Technologien schaffen mehr Arbeitsplätze als sie verdrängen! Das war unisono das abschließende (positive) Fazit unserer Expertenrunde beim 33. ComIn talk.

Aber der Reihe nach: Im Rahmen des 3. Wissenschaftssommers, einer Veranstaltungsreihe der Wissenschaftsstadt Essen, hatten wir uns entschieden, einen ComIn talk mit dem Titel „Mit Künstlicher Intelligenz Chancen für neue Geschäftsmodelle ergreifen“ zu veranstalten.
Angesichts des guten Wetters hatten wir mit knapp über 62 Anmeldungen und 50 tatsächlichen Besuchern eine sehr erfreuliche Resonanz. Schon 45 Minuten vor dem Start des ComIn talks waren die Stände der 5 Aussteller von neugierigen Besuchern umringt. Neben dem Camp (gemeinsam mit dem Digitalen Pott) und dem networker NRW hatten uns 5 Aussteller zugesagt, sich mit einem kleinen Info-Stand an unserem Event zu beteiligen:

v.l.n.r.: Daniel Bunse (Ruhrbotics), Jochen Fricke (EWG), Marcus Groß (adesso), Andreas Kaminski (Camp.Essen), Georg Moser (soccerwatch.tv), Dr. Thomas Rüdel (Kauz), Susanne Hegemann (Moderatorin, neusta), Daniel Brans (networker NRW); Photo: Claudia Anders

Traditionell wurde der ComIn talk wieder mit zwei Keynotes eingeleitet, diesmal von Georg Moser, einem der Gründer und Geschäftsführer von soccerwatch.tv und Daniel Bunse, Geschäftsführer von Ruhrbotics. Sehr praxisnah konnten uns beide Referenten aus ihren jeweiligen Geschäftsfeldern realitätsnahe und authentische Insights zu innovativen KI-Anwendungen präsentieren. Besonders beeindruckend: eine Reihe von Video-Sequenzen über humanoide Roboter und ihre Lern-Fähigkeit, sich Aufgaben, Bewegungen und Handlungen abseits der einprogrammierten, standardisierten Abläufe anzutrainieren.

Die anschließende, lebhafte Podiumsdiskussion wurde ergänzt um Dr. Thomas Rüdel, Gründer von Kauz.net und Marcus Groß, bei adesso als Senior Business Developer für Handels-Themen und eCommerce-Projekte verantwortlich. Abseits von der eigentlichen Fragestellung, wie KI neue Geschäftsmodelle befeuern kann, kristallisierte sich hier schnell heraus: die spürbare Zurückhaltung und Vorsicht gegenüber dem Einsatz neuer Technologien ist auch bei der Künstlichen Intelligenz die größte Implementierungs-Hürde.

Daraus ergibt sich zwangsläufig: wenn wir diese neuen Technologien jetzt nicht gewinnbringend für uns nutzen und umsetzen, dann machen es Andere… Die Geschwindigkeiten bei der Entwicklung neuer Produkte und Services nehmen exponentiell zu, der stetige Wandel wird also zunehmend zum konstanten Begleiter der Arbeitswelt. Georg Moser plädierte in diesem Zusammenhang unbedingt dafür, bereits Kinder in der Schule auf dieses Thema vorzubereiten. Gleichermaßen wünschen sich alle Diskutanten im Bereich KI mehr Risiko bei der Forschungsförderung für neue Technologien und generell mehr Bereitschaft für Investitionen und bei der Konzipierung von Kooperationsprojekten.

Der Abend klang aus mit einem lockeren networking und vielen Gesprächen rund um ein wunderbares Catering. Wir bedanken uns wie immer bei allen Partnern, Besuchern und Gästen für die tolle Unterstützung, insbesondere aber

Wir freuen uns jetzt schon auf den 34. Comin talk am 18. November 2019 – am Thema und den Referenten arbeiten wir aber gerade noch  !