Wenn du mit deinem Unternehmen im Netz aktiv bist und vielleicht in dem einen oder anderen Netzwerk Bilder, Stories oder Produkte teilst, ist es sinnvoll, kontinuierlich zu überprüfen, was eigentlich so über dein Unternehmen, deine Branche und Mitbewerber sowie andere relevante Schlagworte gepostet wird. „Social-Media-Monitoring“ heißt das Schlagwort. Und es gibt viele Tools, die dir diese Arbeit erleichtern. Einige von ihnen wollen wir dir heute vorstellen.

In einem Beitrag über Shitstorms haben wir dir vor ein paar Wochen schon gezeigt, dass es wirklich wichtig sein kann, im Blick zu behalten, was im Netz so über dich und dein Unternehmen gepostet wird. Und zwar nicht, um deine Neugier zu befriedigen, sondern um schnell und angemessen reagieren zu können, wenn vermehrt Kritik aufkommt. Aber wie behältst du am besten den Überblick?

 

Google Alerts

Die einfachste und günstigste Variante auf dem neuesten Stand zu bleiben, sind Google Alerts. Dieser „Alarm“ meldet sich bei dir, wenn es zu deinen vorher festgelegten Suchbegriffen neue Google-Suchergebnisse gibt. Das funktioniert schon ganz gut, allerdings mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung. Neue Webseitenbeiträge tauchen in der Regel erst nach einigen Tagen in der Google-Suche auf. Trotzdem spricht natürlich nichts dagegen, einen Alert für den Namen deines Unternehmens oder andere relevante Suchbegriffe einzurichten. Die ganze Geschichte ist kostenlos und schnell eingerichtet.

 

Hootsuite

Hootsuite ist eines der ältesten Tools zur Verwaltung verschiedener Social-Media-Accounts, seit mehr als zehn Jahren gibt es den Dienst. In erster Linie eignet er sich perfekt, um mehrere Profile zu verwalten, Posts zu planen und sie terminiert von einem übersichtlichen Dashboard aus zu veröffentlichen. Aber man kann damit auch ausgewählte Accounts und Hashtags beobachten und sich so eine zielgerichtete Timeline zusammenstellen. Es gibt einen kostenlosen Tarif, mit dem man bis zu drei Profile verwalten kann. Damit schafft man es immerhin die drei größten Netzwerke Instagram, Facebook und Twitter abzudecken. Wer weitere Profile verwalten möchte bucht ein größeres Paket. Los geht es dann bei 25 Euro pro Monat.

 

Tweetdeck

Tweetdeck war früher einmal eine eigenständige App zur Verwaltung mehrerer Twitter-Accounts, wurde aber bereits im Jahr 2011 von Twitter gekauft. Wenn du dich mit deinem Twitterprofil unter https://tweetdeck.twitter.com/ anmeldest, kannst du übersichtlich in vier Spalten das aktuelle Geschehen im Blick behalten. Im Gegensatz zur Browserversion von Twitter, aktualisiert sich hier deine Timeline wirklich in Echtzeit. Die unterschiedlichen Spalten kannst du nach Lust und Laune gestalten und anpassen. Behalte einzelne Hashtags im Blick, schaue nach aktuellen Trends und filtere Schlüsselwörter. Auch dieser Service ist kostenlos und insbesondere für diejenigen interessant, die auf Twitter sehr aktiv sind. Eine ausführliche Anwendungsbeschreibung findest du hier.

 

Echobot

Dieser Anbieter kommt aus Deutschland und unterliegt damit auch den hiesigen Datenschutzbestimmungen. Wenn du mit deinem Business in einer datensensiblen Branche unterwegs bist, könnte Echobot also der Anbieter der Wahl sein. Der Serviceumfang geht allerdings weit über das Social-Media-Monitoring hinaus und beinhaltet unter anderem auch das Beobachten von Printmedien und Mitbewerbern in der Branche. Dieser Fullservice hat natürlich seinen Preis. Eine komplette Preisliste bekommst du nach dem Ausfüllen des Kontaktformulars hier. Richte dich auf Kosten im dreistelligen Eurobereich pro Monat ein.

 

Socialmention

Der letzte Service, den wir dir heute vorstellen möchten, heißt Socialmention und man kann ihn wahrscheinlich am besten mit der Formulierung „Google für Soziale Medien“ beschreiben. Die Webseite des Dienstes ist angenehm reduziert und erinnert an die Anfangszeiten von Google. Zur Auswahl stehen unter anderem die Suche in Blogs, Bildern oder Social Bookmarks. Zusätzlich wirft die Suchmaschine auch noch diverse Statistiken zum entsprechenden Keyword aus und listet die häufigsten Quellen auf. Auch dieser Dienst ist kostenlos und du solltest ihn auf jeden Fall bookmarken. Für die schnelle Suche und einen kurzen Überblick, was in den verschiedenen Netzwerken passiert, ist er deutlich präziser als die Google-Suche.

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Anbieter, deren Dienste teilweise extrem umfangreich und passgenau auf dein Unternehmen zugeschnitten sind. Das sind zum Beispiel Brandwatch oder Radarly. Bei diesen Anbietern musst du aber mit Kosten von mehreren Hundert Euro pro Monat kalkulieren. Für den Einstieg ins Social-Media-Monitoring sind die von uns genannten Dienste auf jeden Fall ausreichend – und deutlich günstiger bzw. kostenlos.