In unserem letzten Blogbeitrag stellten wir den guten alten Newsletter vor, der auch heute noch seine Berechtigung hat und der ein ziemlich gutes Marketinginstrument ist. In diesem Artikel nun beschäftigen wir uns mit dem Corporate Blog, also einem Unternehmensblog. Was sind die Vorteile? Gibt es Risiken? Und warum sollte man neben seiner Unternehmenswebseite, einigen Social Media-Accounts, einem Newsletter und womöglich einem Print-Kundenmagazin auch noch ein Blog aufsetzen?

Vorteile auf vielen Ebenen

Ein Unternehmensblog hat viel Potenzial und es wirkt auf gleich mehreren Ebenen. Vorausgesetzt, es wird gut gepflegt und mit dem richtigen Content befüllt. Natürlich benötigst du die zeitlichen Ressourcen und ein wenig fachliches Know-how, aber das sollte dich nicht abschrecken, denn im Gegenzug winkt dir die Chance auf viele Fliegen, die du mit einer Klappe erlegen kannst. Corporate Blogging ist nämlich verdammt effizient.

Traffic durch dein Corporate Blog

Deine Unternehmenswebseite ist wahrscheinlich relativ statisch. Klar, alle paar Wochen solltest du neue Inhalte einbauen – Produktnews, Termine oder Personalveränderungen. Das freut nicht nur wiederkehrende Besucher, auch Suchmaschinen erkennen so deine Webseite als attraktiven Hotspot und ranken sie in ihren Ergebnissen entsprechen höher. Mit einem Blog-Modul auf deiner Webseite hast du die Möglichkeit, laufend neuen Content in die Welt zu bringen und musst nicht auf Verlegenheits-News zurückgreifen, nur damit auf deiner Seite etwas passiert. Schließlich lebt ein Blog von seiner Aktualität. Mit den richtigen Schlagwörtern, guten Inhalten und treffenden Überschriften, werden die einzelnen Beiträge über Google und Co. gefunden. Das bringt zahlreiche neue Leser auf deine Seite. Leser, die von deinem Business bis dato noch nichts wussten und die ohne deinen guten Content wahrscheinlich niemals auf dich aufmerksam geworden wären.

Positionierung als Experte

Guter und für den Leser hilfreicher Content boostet also nicht nur deine Webseite, weil sie laufend mit neuen Inhalten gefüttert wird. Jeder neue Eintrag ist auch eine neue Marketing-Botschaft für dich und dein Business. Denn mit hilfreichen Artikeln positionierst du dich als Experte. Und an diesen Experten werden sich die Leser auch wenden, wenn sie einmal ein Produkt oder eine Dienstleistung aus deiner Branche benötigen. Versuche also jeden Blog-Beitrag so gut wie möglich zu gestalten. Er muss inhaltlich perfekt sein, gut recherchiert, hilfreich für den Leser und strukturiert aufgebaut werden. Vielleicht motiviert es dich, wenn du im Hinterkopf behältst, dass jeder Artikel in deinem Blog eine Werbung für dein Unternehmen ist. Und die kann deutlich effektiver sein als eine Anzeige in irgendeinem Print-Magazin. Denn mit relevantem Content erreichst du sehr präzise deine Zielgruppe. Und das sind Menschen, die genau das Thema suchten, das dein Artikel behandelt.

Dein attraktives Unternehmen

Neben dem gesteigerten Traffic, der Suchmaschinenfreundlichkeit und deiner Positionierung als Experte, hilft dir ein gut geführtes Corporate Blog auch bei der Expansion deines Unternehmens. In vielen Branchen herrscht akuter Fachkräftemangel. Im War for Talents siegen jene Unternehmen, die sich als besonders attraktiv für Mitarbeiter darstellen. In einem Blog kannst du ganz einfach Hintergrundartikel über dein Unternehmen platzieren: Spannende Einblicke hinter die Kulissen, Geschichten von Erfolgen und Innovationen, Artikel über glückliche Mitarbeiter, Berichte von zufriedenen Zulieferern oder Kunden. Wenn all das sympathisch wirkt und man dir und deinen Mitarbeitern ansieht, dass ihr für euer Unternehmen brennt, hat das eine enorme Sogwirkung. Insbesondere junge Arbeitnehmer legen sehr viel Wert auf ein gutes Betriebsklima, nette Kollegen, flache Hierarchien und spannende Projekte. Mit einem Corporate Blog kannst du all das wunderbar dokumentieren.

Schnell und direkt

Nicht zuletzt punktet ein Blog auch im Vergleich zum klassischen Kundenmagazin. Klar, ein Print-Produkt wirkt wertiger und in hochpreisigen Branchen kann man auf solch ein Magazin nicht verzichten, schließlich geht es vielfach um Luxus, Wertigkeit und das Besondere. In vielen anderen Bereichen ist ein Blog aber eine kostengünstige, schnelle und direkte Alternative. Die Produktionskosten sind im Vergleich zum Print-Produkt nicht der Rede wert. Du sparst Druck- und Portokosten und kannst gleichzeitig viel schneller agieren. Statt zwei-, vier- oder sechsmal im Jahr ein ganzes Heft zu produzieren, schreibst du Artikel immer dann, wenn du gerade ein Zeitfenster frei hast. Im CMS des Blogs kannst du alles vorbereiten und die Veröffentlichung terminieren. So bleibt das Blog sogar aktiv, wenn du mal im Urlaub bist.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Chance auf Rückmeldungen ist im Onlinebereich sehr viel größer als bei klassischen Print-Magazinen. Leserbriefe schreibt heute kaum noch jemand. Ein Kommentar unter einen Blogartikel ist hingegen schnell getippt. Mit einem Blog erhöhst du die Chance auf wichtige Rückmeldungen von deinen Lesern.

Teilbar und viral

Man kann es nicht erzwingen, aber man kann viel dafür tun, dass sich ein Corporate Blog bzw. einzelne Artikel über die sozialen Medien erfolgreich verbreiten. Technisch ist es kein Problem, die diversen sozialen Netzwerke so einzubinden, dass ein Leser einen Artikel mit einem einzigen Klick bei Facebook, Twitter und Co teilen kann. Formal und inhaltlich musst du Beiträge so gestalten, dass sie beim Teilen in den Netzwerken nicht untergehen: Nutze gutes Bildmaterial (Postings ohne Bild werden deutlich weniger beachtet) und eine knackige Headline, die dem Leser sofort vermittelt, um was es geht. Schreibe, wenn es passt, über Themen, die aktuell diskutiert werden und produziere für deine Leser: Mehrwert, Mehrwert, Mehrwert. Sei in deinen Artikeln neu, informativ, präzise, hilfreich, leicht verständlich und strukturiert. Wenn du diese Voraussetzungen erfüllst, kannst du dir fast sicher sein, dass dein Blog im Netz geteilt wird und dadurch immer mehr Leser auf dich aufmerksam werden. Und die sich gut informiert fühlenden Leser von heute sind nicht selten die zufriedenen Kunden von morgen.