Effizienz pur – Social Media als Vertriebskanal

Die sozialen Netzwerke dominieren seit einigen Jahren den Alltag. Es gibt kaum noch jemanden, der nicht einen Account bei Facebook, Twitter, Instagram oder WhatsApp hat. Dort bleibt man mit Freunden in Kontakt und lernt neue kennen, teilt seine Urlaubsfotos und verabredet sich zur Party am Wochenende. Aber die sozialen Netze sind auch ein idealer Vertriebskanal, für Startups ebenso wie für Mittelständler. Und es ist gar nicht so schwer, durch einen Unternehmensauftritt bei Facebook oder YouTube, echte Umsätze zu erzielen. Schließlich erreicht man dort mit wenig Aufwand extrem viele Menschen. Ein paar Fehler sollte man allerdings vermeiden.

Sicher, eine Unternehmens-Facebookseite oder ein YouTube-Kanal ist mit wenigen Klicks erstellt. Um damit aber dauerhaft und langfristig erfolgreich zu sein, solltest du dir im Vorfeld einige Gedanken machen. Du benötigst ein Konzept, damit du deine Ziele nicht aus den Augen verlierst.

Definiere deinen Social Media-Auftritt

Mache dir im Vorfeld bereits klar, was du mit deinem Unternehmensauftritt erreichen willst. Und wie du dieses Ziel erreichen kannst. Klar, letztendlich möchtest du deine Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Aber es gibt viele unterschiedliche Wege, um das Ziel zu erreichen. Möchtest du beispielweise YouTube nutzen, um ausschließlich deine Produkte und Dienstleistungen vorzustellen? Oder möchtest du dich als Experte in deiner Branche positionieren und mit Tutorials, Tipps und Tricks sowie relevanten Test-Videos einen Mehrwert für die Nutzer zu generieren. Willst du über deine Facebook-Seite auch Bestellungen aufnehmen und einen Support anbieten? Oder soll es eine reine Info-Seite sein? Nicht zuletzt: Wie viel von dir selbst, möchtest du in deine Social-Media-Auftritte legen? Bist du der seriöse Typ, der Privatleben und Business streng voneinander trennt? Oder hast du auch Spaß daran, einen Urlaubsclip mit deinen virtuellen Freunden zu teilen? Alles ist möglich. Du solltest das nur im Vorfeld für dich festlegen. So bleibst du immer auf dem richtigen Weg.

Sei kein Werber

Überlege, wie du deinen Auftritt interessant gestalten kannst. Nichts ist langweiliger, als Facebook-Seiten von Unternehmen, die ausschließlich Werbebotschaften – und womöglich täglich – veröffentlichen. So gewinnst du keine Neukunden. Du verschreckst sie. Mach dir also einen Redaktionsplan und überlege, was deine Kunden interessieren könnte: relevante Links zu deiner Branche, Tipps und Tricks, ein wenig Humor, vielleicht eine Umfrage oder ein Gewinnspiel. Gestalte deinen Auftritt vielfältig. Deine virtuellen Freunde haben genug Werbung im Briefkasten, sehen genug Spots im TV und hören auch im Radio ständig nervende Jingles. Erspare ihnen langweilige Werbung zumindest auf deiner Webseite.

Sei mehr Empfänger als Sender

Wir haben es hier im Blog schon mehrfach angesprochen, aber wir wiederholen uns gern: Social Media lebt von der Interaktion. Reagiere auf Kommentare, beantworte Fragen und bedanke dich für Lob. Kurz: Rede mit den Leuten. Das schafft Bindung, wirkt sympathisch und bringt Leben auf deine Seite.

Nutze Facebook Promotions und Insights

Facebook liefert dir unter dem Reiter „Insights“ umfangreiche Statistiken zu deiner Unternehmensseite. So bekommst du einen schnellen Überblick, welche Beiträge von dir erfolgreich waren und welche eher gefloppt sind. Mit der Zeit wirst du ein Muster erkennen, warum manche Posts mehr Aufmerksamkeit erzielen als andere und kannst deine zukünftigen Beiträge entsprechend anpassen. Unter dem Reiter „Promotions“ findest du eine Möglichkeit, bereits für wenige Euro einzelne Beiträge bewerben lassen. Sie werden dann ausgewählten Nutzern beim Aufruf der Startseite angezeigt. Die Zielgruppe legst du dabei sehr genau anhand von Parametern wie Geschlecht, Alter, Wohnort usw. fest. So kannst du mit geringem finanziellen Einsatz testen, ob sich solche Werbeanzeigen für dich und dein Business lohnen.

Säe jetzt und ernte später

Nirgendwo wird es dir leichter fallen, bei deinen Interessenten Spannung auf ein Produkt zu erzeugen, als in den sozialen Netzwerken. Du stehst kurz vor Einführung eines neuen Produktes oder einer neuen Dienstleistung? Lass deine Freunde daran teilhaben. Starte einen Countdown. Mache vage Andeutungen. Lass sie raten, worum es gehen könnte. Mach sie heiß. So kannst du schon Wochen vor Produktstart die Spannung aufbauen und kontinuierlich steigern. Zum Verkaufsstart hast du so bereits eine große Gruppe von Neugierigen aufgebaut. „Seeding“ nennen die Experten übrigens diese Art Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Sei echt

Der vielleicht wichtigste Tipp für gute Umsätze in den sozialen Netzwerken hat aber gar nichts mit Vertrieb im eigentlichen Sinne zu tun. Der allerwichtigste Faktor ist nämlich deine Authentizität. Sei echt und ehrlich – besonders auf deiner Unternehmensseite. Sei so wie du eben bist und versuche dich nicht zu verstellen. Die User haben ein sehr feines Gespür dafür, ob du eine Rolle spielst oder wirklich ehrlich mit ihnen kommunizierst. Das schafft Vertrauen. Wenn sie dir hingegen nicht vertrauen, werden sie auch nichts bei dir kaufen und nicht auf deine Dienstleistungen zurückgreifen. „Vertrauen ist der Anfang von allem“, hieß es mal in einem Werbespot. Und der stimmt noch immer.

2018-08-17T15:49:29+00:0022.08.2018|