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„Alle reden von der Blockchain. Aber kaum jemand hat wirklich verstanden, worum es dabei geht.“
So lautete der Untertitel eines Artikels in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 29. April 2018.
Ob gewollt oder ungewollt: Diese Wortwahl beschreibt sehr präzise den derzeitigen Spagat in der Informationslage über diese mit einfachen Worten beschrie-bene dezentrale Datenbank, die eine stetig wachsende Liste von Transaktionsdatensätzen vorhält.
Denn einerseits gibt es die sogenannten Nerds, die mit der Blockchain-Technologie bereits die nächste Revolution der Arbeitswelt, insbesondere der Finanzwelt und der Verwaltung am Horizont aufziehen sehen und von Beginn an in die Entwicklung der hochkomplexen Systeme mit eingebunden waren oder diese auch selbst vorangetrieben haben.
Auf der anderen Seite steht die breite Bevölkerung, die mit dem Begriff Blockchain nach wie vor – fälschlicherweise – (ausschließlich) den Bitcoin gleichsetzt.  Für die Energiewirtschaft wird der Blockchain-Technologie großes Potenzial für diverse Anwendungsfälle zugeschrieben. Nach Einschätzung von Branchenexperten hat sie das Potenzial, einen Paradigmenwechsel hin zur Echtzeit-Energiewirtschaft mit Milliarden vernetzter Geräte zu leisten.
Die dena nimmt in der Internetheadline zur Präsentation der Umfrage „Blockchain in der Energiewende“ die Frage auf „Revolutioniert Blockchain die Energiewende?“ und gibt in Form ihres Projektleiters, Philipp Richard, auf der gleichen Internetseite eine Antwort: „Blockchain bietet von der Grundidee her beste Voraussetzungen für den Austausch, die Validierung und die Dokumentation werthaltiger Daten.“
Der bdew hat im vergangenen Herbst eine große Studie zum Thema „Blockchain in der Energiewirtschaft“ veröffentlicht.
Darin thematisiert er unter anderem „Potenziale für Energie-versorger“ und liefert gleich in der Einleitung eine erste Einschätzung: „In einer dezentralen Energiewelt ist der reibungslose Transfer von Informationen zwischen Erzeugungsanlagen, Netzen und Speichern entscheidend für das Funktionieren des energiewirtschaftlichen Ge-samtsystems.
Die Blockchain-Technologie besitzt das Potenzial, hier als Transformator für ein digital vernetztes Ökosystem aus Millionen Geräten zu dienen. Sie ermöglicht einen sicheren, dezentralen und flexiblen Informationsaustausch. Diese Basis ist entscheidend, um perspektivisch einen immer höheren Grad an Vernetzung, Automatisierung, Steuerungsfähigkeit und Resilienz zu ermöglichen.“
Auch die Bundesregierung hat das Potenzial der Blockchain-Technologie erkannt. Im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD heißt es, dass die Bundesregierung „ Um das Potenzial der Blockchain-Technologie zu erschließen und Missbrauchsmöglichkeiten zu verhindern, wollen wir eine umfassende Blockchain-Strategie entwickeln und uns für einen angemessenen Rechtsrahmen für den Handel mit Kryptowährungen und Token auf europäischer und internationaler Ebene einsetzen. […] In der Bundesregierung werden wir innovative Techno-logien wie Distributed Ledger (Blockchain) erproben, so dass basierend auf diesen Erfahrun-gen ein Rechtsrahmen geschaffen werden kann.“
Hier setzt die Blockchain Roadshow Energie im Camp Essen an. Sie will einerseits denjenigen, die den Begriff Blockchain bereits einmal gehört haben, aber sich nichts darunter vorstellen können, eine Plattform zu einer ersten Information bieten und andererseits in einem zweiten Veranstaltungsstrang denjenigen, die bereits eine klare Vorstellung der Blockchain-Zukunft in der Energiewirtschaft haben oder gar erfolgreich Projekte umsetzen, eine Basis für die weitere Vernetzung und den Ausbau ihrer Aktivitäten bieten.
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